Usenet legal oder illegal? So ist die Rechtslage!

Über kaum ein anderes Thema wurde in den letzten zehn Jahren dermaßen häufig diskutiert, Gerüchte und Unwahrheiten verbreitet sowie in den Medien aufgegriffen. Mittlerweile sehen viele Internet-User überhaupt nicht mehr durch, ob das Usenet nun legal oder illegal ist. In nachfolgendem Abschnitt gehen wir für dich dieser Frage auf den Grund und zeigen dir die reine Wahrheit über das Usenet.

Usenet und seine Legalität

Früher schien alles einfacher zu sein. Es gab nur die Möglichkeit in den Laden zu gehen und sich eine Kassette oder CD eines Musikers zu kaufen bzw. bestenfalls über den Radio einen Lieblingssong aufzunehmen. Durch das Internet haben sich die Möglichkeit an MP3 zu gelangen vervielfacht. Eine der wohl bekannteste Alternativ hierfür ist das sogenannte Usenet.

Viele Meldungen und Nachrichten berichten über die Gefahren und potenziellen Risiken von Usenet. Doch musst du dich als Nutzer wirklich vor Abmahnungen fürchten, wenn du dich bei einem der Anbieter als User registrierst? Diese Frage können wir mit einem ganz klaren Nein beantworten. Denn das Usenet an und für sich ist zu 100% legal. Du hast also absolut Nichts(und wenn wir nichts sagen, dann meinen wir auch nicht) zu befürchten. Denn die Plattformen machen nichts Illegales, an der Grenze der Legalität bewegst du dich also nur dann, wenn du urheberrechtlich geschütztes Material up- oder downloadest.

Das Usenet und seine Gerichtsurteile

Eben aufgrund der Tatsache, dass im Usenet mitunter auch illegale Inhalte zu finden sind, versucht insbesondere die Musikindustrie seit mittlerweile mehr als einem Jahrzehnt gegen die Betreiber solcher Webseiten vorzugehen. Auf der ganzen Welt zerrten Musikverlage und Platten-Labels diverse Anbieter und deren Verantwortliche vor Gericht. Wie sich in zahlreichen Urteilen belegen lässt, jedoch nur mit absolut mäßigem Erfolg. Wir haben für euch nachfolgend ein paar Urteile auf deutscher Ebene zusammengefasst, die ein klares Zeichen für die Legalität von Usenet ist.

JahrKlägerGerichtPDF Urteil
2007Sony BMG Music Entertainment gegen United NewsserverLandgericht MünchenPDF
2007Haftung GoogleOberlandesgericht HamburgPDF
2007Sony BMG Music Entertainment gegen United NewsserverOberlandesgericht MünchenPDF
2008EMI Music Germany gegen United NewsserverOberlandesgericht DüsseldorfPDF
2009Haftung des Usenet-Providers für UrheberrechtsverletzungenOberlandesgericht HamburgPDF
2009GEMA vs. AlphaloadOberlandesgericht HamburgPDF
2009Arista Records vs. Usenet.comLandesgericht New YorkPDF
2010Arista Records vs. Usenet.comLandesgericht New YorkPDF
2010Newzbin LimitedKönigliche Gerichte LondonPDF
2011Stichting Brein kills UsenetGerichtshof AmsterdamPDF
2014Berufungsverfahren News-Service Europe vs. BREINGerichtshof AmsterdamPDF
2017Perfect 10 vs. GiganewsBundesberufungsgericht KalifornienPDF

Besonders Sony BMG Music Entertainment hat den Usenet Anbietern verstärkt den Kampf angesagt, ist in den Verfahren jedoch stets abgeblitzt. Das erste von uns aufgegriffene Verfahren stammt aus dem Jahr 2007, wo es zu einem Prozess zwischen Sony BMG Music Entertainment und dem Usenet Anbieter United kam. Hierbei beanstandete die juristische Abteilung von Sony die Verletzung von Urheberrechten seitens United. Das Landgericht München kam in diesem Fall jedoch zu der Entscheidung, dass die Klage abgewiesen wird, da der Anbieter selbst nicht gegen das Urheberrecht verstößt und nicht für das Handeln der Mitglieder auf der Plattform verantwortlich ist. Genau dies wollte das Label jedoch nicht auf sich sitzen lassen und suchte mit dem Oberlandesgericht München direkt im Anschluss die nächsthöhere Instanz auf, um gegen das Urteil zu berufen. Doch auch beim Oberlandesgericht München endete das Gerichtsverfahren mit selbigem Urteil.

Im gleichen Jahr gab es auch ein Urteil pro Google, welches das US-amerikanische Unternehmen ebenso von seiner Haftung des Treibens derer Besucher und Nutzer entbindet.

Das war selbstverständlich nur ein sehr kleiner Auszug aus den Verfahren und Prozessen, die in den letzten Jahren von diversen Seiten und Anwälten gegen Betreiber von Usenet-Plattformen geführt wurden. Die Urteile dabei sind dabei aber nahezu einhellig. Praktisch überall auf der Welt kommen die Gerichte zu dem Entschluss, dass das Usenet legal ist und du dich als dortiger Nutzer prinzipiell nicht fürchten musst.

Was darf man aus dem Usenet herunterladen?

Aufgrund der vielen fälschlichen Medienberichten und Informationen im World Wide Web können wir es durchaus verstehen, wenn du eventuell bei der Nutzung des Usenet gewisse Sorgen hast und aus Sicherheitsgründen keine Anmeldung riskieren willst. Wir können dich hier aber absolut beruhigen, alleine mit der Registrierung im Usenet machst du dich definitiv nicht strafbar. Selbiges gilt auch für die dort befindlichen textbasierten sowie Binary Newsgroups. Der Grund für den teilweise ziemlich schlechten Ruf des Usenet ist schlicht und ergreifend mit dem Verhalten einiger, weniger Nutzer zu erklären. Der Großteil der im Usenet angebotenen Downloads ist jedoch absolut legal und kann von dir ohne schlechtem Gewissen genutzt werden.

Wie kann ich legale und illegale Inhalte im Usenet erkennen?

Dies ist wahrscheinlich eine jener Fragen, die den meisten fairen und ehrlichen Usenet-Nutzern schon seit längerer Zeit auf der Zunge brennt. In der Theorie lässt sich diese Frage auch ziemlich einfach und simpel erklären. Prinzipiell darfst du als Usenet Nutzer alles herunterladen und nutzen, denn wie verschiedenste Gerichte in den unterschiedlichsten Ländern in ihren Urteilen bestätigt haben, bist du als Usenet Nutzer in keinster Weise für die dortigen Inhalte verantwortlich. Das Usenet ist für dich also quasi so etwas wie ein Schwarzes Brett, wie du es womöglich aus der Schule oder der Universität kennst. Dort kann auch jeder Schüler bzw. Student etwas für alle Anderen zur Verfügung stellen(beispielsweise eine Dienstleistung oder ein Wohnungsangebot), ähnlich verhält es sich auch im Usenet, wo die User den anderen Teilnehmern einer Newsgroup Inhalte in Form von Bildern, Musik, Filmen oder Software zugänglich machen können. Trägt an der Schule oder der Uni die Direktion die Verantwortung, dass keine unsachgemäßen Inhalte über das schwarze Brett verbreitet werden, so liegt diese Verantwortung im Usenet ausschließlich beim Provider.

Der Unterschied zwischen Usenet und Filesharing

Ein weiterer Grund für die vielen falschen Gerüchte rund um das Usenet sind vermutlich auch damit zu begründen, dass mitunter immer noch von vielen Seiten geglaubt wird, dass Usenet lediglich ein anderer Begriff für Filesharing ist. Hierbei müssen wir festhalten, dass zwischen diesen beiden Diensten ein erheblicher Unterschied besteht. Nutzer eines Filesharing-Programms treten nämlich automatisch nicht nur als Downloader, sondern auch als Uploader der eigenen heruntergeladenen Dateien auf. Bei Usenet Anbietern ist das eben nicht der Fall. Dort kannst du auch die eine oder andere Datei herunterladen, auch wenn du selbst keinen einzigen Upload für die Community zugänglich machst. Somit besteht eben doch ein gravierender Unterschied und du solltest dich definitiv zugunsten von Usenet entscheiden. Hier bei topusenet.de hast du zudem die Möglichkeit dir genauer anzusehen, welche Usenet-Anbieter es gibt und worin deren genauen Vorteile liegen.

Was hat es mit der Abmahnwelle auf sich?

Speziell in den letzten zwei, drei Jahren ist vermehrt in den Medien berichtet worden, dass es sehr umfangreiche Abmahnwellen für die Nutzer solcher Usenet-Plattformen gegeben haben soll. Das ist schlicht und ergreifend falsch. Wie auch schon mehrere deutsche Anwälte offiziell bestätigt haben, ist bis zum heutigen Tag keine einzige Abmahnung für einen Nutzer des Usenet zu verzeichnen gewesen. Zwar kursieren in den Medien immer wieder Meldungen über eine Flut an Abmahnwellen, diese beschränken sich jedoch ausschließlich auf die Provider. Und selbst hier haben die Kläger in den meisten Fällen keine guten Karten, denn in einem Großteil der Fälle werden auch hier die Klagen gegen die Betreiber des Usenet abgeschmettert. Es spielt daher für dich überhaupt keine Rolle wie lange du schon im Usenet unterwegs bist oder wie viele Dateien du aus dem Usenet heruntergeladen hast, eine Abmahnung hast du definitiv nicht zu befürchten.

Welche Usenet Anbieter sind legal?

Bei der Suche nach dem Usenet bist du sicherlich schon darauf aufmerksam geworden, dass es diesbezüglich viele unterschiedliche Anbieter gibt. Jetzt stellt sich für dich möglicherweise die Frage bei welchem Usenet Anbieter du dich anmeldest und welche legal sind. Diese Fragen können wir dir jeweils kurz und knapp beantworten

  • Ist Usenext legal? Ja.
  • Ist Iload-Usenet legal? Ja.
  • Ist Usenet.nl legal? Ja.
  • Ist Prepaid Usenet legal? Ja.
  • Ist Usenet Gigaflat legal? Ja.

Wie du anhand der obigen Antworten erkennen kannst, sind ALLE im Netz befindlichen Usenet Anbieter legal. Das bedeutet wiederum, dass es für dich absolut keinen Unterschied macht, wo du dich anmeldest. Es obliegt also deiner freien Entscheidung, bei welchem Anbieter du dich registrieren und aktiv mitmachen möchtest.

Die rechtliche Situation in der Schweiz

Wie in vielen anderen Bereichen auch, gibt es in der Schweiz eine etwas andere Gesetzeslage auch im Bezug auf das Urheberrecht und die dahingehende Legalität. Im deutschen Nachbarland ist es nämlich generell gestattet auch urheberlich geschützte Inhalte aus dem Usenet herunterzuladen. Dabei spielt es auch überhaupt keine Rolle, ob es sich um illegal zur Verfügung gestellte Inhalte handelt oder nicht. Denn die Gesetzeslage in der Schweiz sieht vor, dass der Download grundsätzlich vergütungsfrei ist. Somit brauchst du dir auch keine Gedanken im Bezug auf eine mögliche Straftat oder eine Abmahnung machen, wenn du aus der Schweiz stammst und Dateien aus dem Usenet herunterladen möchtest. Solange dies alles einem privaten und keinen kommerziellen Zwecke dient, bewegst du dich zu 100% im legalen Rahmen.

Die rechtliche Situation in anderen Ländern

Natürlich möchten wir auch unseren Lesern aus unseren Nachbarländern bei der Frage nach der rechtlichen Situation in deren Ländern unter die Arme greifen und sie darüber aufklären, was erlaubt ist und worauf sie aufpassen müssen:

Speziell in den Niederlanden gestaltet sich die Situation für die Usenet Nutzer wohl etwas schwieriger als hierzulande. Vor einiger Zeit wurde von einem Berufungsgerichtes in Amsterdam bestätigt, dass sämtliche Usenet-Provider dazu verpflichtet sind die illegal hochgeladenen Dateien der Nutzer genauso schnell zu löschen wie sie hochgeladen wurden. Zwar sind Usenet-Nutzer auch in den Niederlanden vor Abmahnungen weitestgehend gefeit, dennoch gilt es hier ein wenig aufzupassen. Denn wer hier illegale Dateien wie Bilder, Filme, Software oder Musik hochlädt, der muss nicht nur mit einer Veröffentlichung seiner privaten Daten rechnen, sondern dessen Account wird ebenso gesperrt. Seit dem Jahr 2014 hat die niederländische Regierung das Herunterladen von illegal kopierten Inhalten aus dem Internet verboten. Allerdings gilt dies nur auf zivilrechtlicher Basis, so dass große Unternehmen oder der Staat keine Klagen erheben kann.

In Frankreich herrscht eine besondere rechtliche Situation. Auch hier ist das Herunterladen von illegalen Inhalten aus dem Internet verboten. Allerdings erfolgt hier zunächst keine Strafe. Zunächst erfolgt eine zweimalige Ermahnung, dass man ein solches Verhalten unterlassen sollte. Nach dem dritten Mal “erwischt” werden besteht die Möglichkeit, dass die Sache an die Staatsanwaltschaft übergeben wird und eine hohe Geldbuße droht.

In Kanada ist das Usenet mehr oder weniger legal. Zwar gibt es dort ein Hinweis-System, wo die Usenet Nutzer unter Umständen einen Hinweis bekommen könnten, dass sie hier gegen ein aktuelles Gebot verstößt. Allerdings hat das aus rechtlicher Sicht keinerlei Relevanz, da dies weder eine Klage noch sonstige rechtliche Schritte zur Folge hat.

Sicherheit im Usenet

Grundsätzlich sei einmal gesagt, dass es sich beim Usenet um ein offenes, der ganzen Welt zugängliches Diskussionsforum handelt. Daher gilt es bei der Nutzung von Usenet nicht unbedacht an die Sache heranzugehen und das Risiko dabei so gering wie möglich zu halten. Nachfolgend haben wir für dich ein paar Tipps für dich zusammengefasst, die du beachten solltest, wenn du dich möglichst sicher im Usenet bewegen möchtest.

  • Wenn du im Usenet eine Binary-Datei gefunden hast, die dir gefällt, solltest du diese nicht sofort ohne nachzudenken herunterladen. Stattdessen macht es Sinn sich mithilfe eines aktuellen Virenscanners darüber zu vergewissern, dass die von dir gewünschte Binary-Datei auch keinen Virus oder andere schädliche Software für deinen Compter beinhaltet. Sollte der Virenscanner bei einer Datei anschlagen, ist es besser von einem Download Abstand zu nehmen. Abgesehen davon, dass sich dieser Download vermutlich nicht lohnt, wenn man im Gegenzug einen „Virus“ erhält, ist bei den meisten Dateien die Chance sehr hoch, dass sich diese im Usenet an einer anderen Stelle noch einmal virenfrei vorfinden lässt.
  • Neben der Zuhilfenahme von Virenscannern lohnt es sich zusätzlich auch noch die Beiträge zur entsprechenden Binary Datei durchzulesen. Falls eine Datei nämlich tatsächlich eine schadhafte Software beinhalten sollte, dann bist du in den meisten Fällen nicht die erste Person, der dies auffällt. Oftmals finden sich daher bereits in den Kommentaren entsprechende Hinweise und Warnungen, dass du die Datei besser nicht herunterladen solltest, weil die entsprechende Datei eben mit einem Virus infiziert ist.
  • Sofern du keine Uploads im Usenet tätigst, bist du soweit auch „anonym“ unterwegs. Dennoch solltest du dafür Sorge tragen, dass deine Anonymität erhalten und somit deine Identität für Niemanden im Usenet erkennbar ist. Wenn du absolute Anonymität im Usenet erreichen möchtest, empfehlen wir dir den Zugang mittels Remailer. Durch dessen Einsatz ist es für andere Nutzer und Dritte in keinster Form nachvollziehbar wer du bist, wie deine IP-Adresse lautet oder sonstige persönliche Informationen über dich. Eine weitere Alternative wäre, dass du dir über Newsserver aus dem Ausland Zutritt ins Usenet verschaffst. In vielen anderen Ländern herrschen nämlich weniger strenge Protokollierungen wie das bei uns in Deutschland der Fall ist.

Wurde schon mal ein Usenet Nutzer erwischt?

Diese Frage lässt sich mit einem ganz klaren Nein beantworten. Nachdem die Nutzung von Usenet für die User eindeutig (von mehreren Gerichten bestätigt) legal ist, gibt es keinerlei Grund jemanden zu “erwischen”. Dementsprechend gibt es für die Usenet Nutzer keine Gefahr erwischt zu werden, sprich es kommt definitiv zu keiner strafrechtlichen Verfolgung g, Abmahnungen oder sonstigen unangenehmen Folgen.

Fazit zur Legalität von Usenet

Wenn dich zukünftig deine Freunde oder Familie fragen, ob das Usenet legal ist, dann kannst du diese Frage jetzt guten Gewissens mit Ja beantworten. Sofern du dich auf keine Up- oder Downloads von urheberrechtlich geschützten Files einlässt, bewegst du dich ausschließlich im Rahmen des Erlaubten. Falls du also im Vorfeld Zweifel gehabt hast, sollten diese nun ausgeräumt sein und du kannst dir jetzt einen kostenlosen Testaccount im Usenet holen.