Cover-Paradise,to - kostenlos Covers downloaden?

Cover-Paradies.to war eine Webseite, die ihren Besuchern eine Vielzahl an diversen CD-, Schallplatten- und DVD-Cover kostenfrei zur Verfügung stellte. Dort finden sich neben zahlreichen bekannten Werken auch Covers von weniger populären Alben und Singles. Dabei umfasst das Angebot von Cover-Paradies.to in den meisten Fällen die komplette Palette inklusive Backcover und Inlay.

Kurz vor ihrer Schließung wurden auf Cover-Paradies knapp 700.00 Cover gezählt. Laut eigener Aussage hat es sich bei diesem Portal um die größte „Coverseite im Netz“ gehandelt.

Wie funktionierte Cover-Paradies.to?

Die Funktionsweise von Cover-Paradies war einfach. Schon beim Aufrufen der Homepage bekamen die Besucher eine übersichtliche Darstellung über diverse Cover. Unter anderem war dort ersichtlich, welche Cover in den letzten Minuten von anderen Nutzern heruntergeladen wurden, welche User die meisten Cover Uploads vorgenommen haben sowie eine Übersicht über die letzten Cover, die auf der Plattform hochgeladen wurden.

Es war sehr einfach ein geeignetes Cover zu finden. Im linken Bereich der Webseite befand sich eine Suchfunktion. Dort konnte wahlweise der Interpret oder der Name des Albums bzw. der Platte eingegeben werden und schon wurden die passenden Ergebnisse angezeigt. Es war also nicht notwendig sich erst durch tausenden Suchergebnisse zu scrollen, sondern die gewünschten Cover konnten in kürzester Zeit erreicht werden. Mit wenigen Klicks war es dann bereits möglich das gewünschte Cover auf sein Gerät herunterzuladen.

Zusätzlich stellten die Betreiber von Cover-Paradies.to ihren Nutzern ein Plugin für den Firefox Browser zur Verfügung. Nach dem Download dieser Erweiterung war es den Usern möglich zu jedem Zeitpunkt im Internet eine Suche über die Plattform von Cover-Paradies zu tätigen und somit die gewünschten Cover zu finden, ohne dass zuvor die Webseite extra aufgerufen werden musste.

Was ist ein Cover?

Der Begriff „Cover“ wird heutzutage ziemlich vielfältig verwendet. Er beschreibt unter anderem die Schutzhülle des Handys, das Titelblatt einer Zeitschrift oder die äußere Hülle einer CD, DVD oder eines Computerspiels. Diese beinhalten neben einem individuellen Design in der Regel auch nähere Informationen zum Inhalt des Produktes. Bei einer Musik-CD sind dort beispielsweise der/die Interpret/en, die Songliste, die Dauer der einzelnen Songs sowie Details zu Produzenten und Komponisten. Auf DVD-Cover findet sich auf der Rückseite zudem oftmals eine kurze Beschreibung über den Inhalt des Films, der den Kunden nach Möglichkeit zu einem Kauf bewegen soll. Aber es gibt noch mehrere Gründe dafür, dass mittlerweile jede neue CD oder DVD auf dem Markt mit einem eigenen Cover versehen wird. Nachfolgend stellen wir dir diese kurz vor:

Schutz vor Kratzern und Staub

Bevor eine CD oder DVD bei dir im Regal steht, legt diese von der Produktion bis zum Verkaufsstand im Laden einen langen Weg zurück. Damit du als Kunde ein einwandfreies Produkt ohne Staub oder Kratzer bekommst, erfüllt das Cover eine Schutzfunktion.

Zeichen der Identifikation

drängen, spielt das Marketing beim Verkauf eine wesentliche Rolle. Das CD- oder DVD Cover wird daher sehr stark zu diesen Zwecken genutzt. Das Cover ist eine der besten Möglichkeiten Werbung zu machen. Denn beim nächsten Besuch in einem Laden wirst du anhand des Covers feststellen können, um welchen Interpreten es sich handelt. Ein klassisches Beispiel für den Wiedererkennungswert eines CD-Covers ist beispielsweise das Nirvana-Cover zu „Nevermind“. Der Großteil unter uns weiß, dass das Baby unter Wasser mit dem Geldschein zu Nirvana gehört.

Künstlerischer Wert

Einige Künstler beteiligen sich bewusst intensiv an der Gestaltung ihres Covers oder stellen dieses sogar selbst her. Denn ein gelungenes Musik-Cover kann die entsprechende Abrundung zu einem gelungenen Produkt darstellen. Besonders doppelt gefaltete Schallplattenhüllen waren in früheren Zeiten oft wahre künstlerische Meisterwerke.

Seit wann gibt es Cover?

Musik gibt es bekanntlich schon seit vielen Jahrhunderten und auch Schallplatten haben in der Zwischenzeit eine lange Tradition hinter sich. Doch wie sieht es da diesbezüglich mit dem Cover aus?

Speziell zu Beginn des 20. Jahrhunderts sah es so aus, dass Schellackplatten schlicht in einer unauffälligen, uniformen Verpackung verkauft wurde. Ein findiger Geschäftsmann namens Alex Steinweiss hatte erst im Jahr 1940 die Idee zu den heutigen Alben-Cover. Der als Grafiker tätige US-Amerikaner brachte die Idee ins Rollen und ließ die äußere Hülle statt in einem farblosen Ton bunt gestalten.

Zu diesem Zweck setzte er sich mit mehreren Künstlern in Verbindung und präsentierte seine Idee. Während so mancher Künstler diesem nicht wirklich viel abgewinnen konnte, entstand mit dem Songwriter Richard Rodgers und dem Musiker Lorenz Hart schnell eine Kooperation und so war die Idee zu einem bunten Cover für „Smash song hits by Rodgers & Hart“ geboren.

Natürlich war der Aufwand für ein damaliges Album-Cover um ein Vielfaches höher wie heutzutage, da die technischen Hilfsmittel nicht annähernd mit den heutigen vergleichbar waren. Für das erste Album-Cover wurde der Besitzer des New Yorker Imperial Theatre darum gebeten die Leuchttafel, die sonst die Titeln der dortigen Veranstaltungen anzeigte, für kurze Zeit auf „Rodgers und Hart“ zu ändern.

Diese Entscheidung hat sich letztendlich für beide Seiten ausgezahlt. Immerhin konnte das Duo Rodgers & Hart seine Plattenverkäufe durch das erste bedruckte Cover vervielfachen.

Sind Plattformen wie Cover-Paradies.to legal?

In Zeiten der Digitalisierung geht die Zahl der Verkäufe von EPs und Alben immer weiter zurück und orientiert sich zunehmend am Download-Geschäft. Eventuell hast du auch schon einmal darüber nachgedacht, dass es doch ein netter Zusatz wäre, wenn dir dein Player neben dem jeweiligen Track sowie der Länge des Titels auch das entsprechende Album-Cover anzeigt. Dieses ist in den meisten Fällen nämlich nicht direkt impliziert, so dass die Funktion oft nicht verfügbar ist. Mit dem Download des entsprechenden Covers über Plattformen wie Cover-Paradies.to würde sich das leicht erledigen lassen. Doch darfst du diverse Cover über solche Plattformen tatsächlich herunterladen?

Diese Frage lässt sich mit einem klaren Nein beantworten. Denn ebenso wie die Alben selbst oder auch andere Daten wie Software, Filme oder Serien kommt auch bei einem CD- oder DVD-Cover das Urheberrecht zum Tragen. Die prinzipielle Existenz dieser Portale ist zwar nicht illegal, du darfst dir jedoch nur ausschließlich die Cover herunterladen, die nicht dem Urheberrecht unterliegen oder von den Machern freigegeben wurden.

Dabei handelt es sich meistens um bereits sehr alte Alben oder Platten sowie um Freetracks und Free-Alben.

Darf ich ein Cover runterladen, wenn ich die CD/DVD dazu besitze?

Du hast ein Album gekauft, möchtest dir das auf deinen iPod laden und hättest gerne dieses auch auf dem Player angezeigt? Rein rechtlich gesehen ermächtigt dich der Kauf der physischen CD oder DVD dennoch nicht dazu, dass du dir das entsprechende Cover dazu über das Internet runterlädst. Du würdest dich also auch dann strafbar machen, wenn du die entsprechende CD inklusive Cover bereits dein Eigen nennst.

Die einzige Möglichkeit wäre dahingehend wohl, dass du dir das Album-Cover fotografierst oder einscannst und anschließend dann in die entsprechende Musik-Datei implizierst. Dies ist zwar mit einem deutlich größeren Aufwand verbunden, dafür befindest du dich aus rechtlicher Sicht zu 100% in einem legalen Rahmen.

Du hast Cover heruntergeladen – musst du rechtliche Konsequenzen fürchten?

Wenn du in der Vergangenheit über Cover-Paradies oder ein anderes Portal dir Covers heruntergeladen hast, fragst du dich vielleicht, ob du etwas zu befürchten hast.

Nachdem wir nun erklärt haben, dass du dich mit dem Download von urheberrechtlich geschützten Covern strafbar gemacht hättest, schauen wir uns nun die ganze Situation in der Praxis an. Schon bei Streaming-Portalen wie kinox.to oder kino.to gab es ähnliche Situationen, wo die Nutzer nach der Schließung der Dienste Konsequenzen für sich befürchteten. Damals hatten einige Anwälte bereits Entwarnung gegeben und die Wahrscheinlichkeit für strafrechtliche Folgen als äußerst gering eingestuft. Besonders Nutzer, die nur Down- und keine Uploads getätigt haben, brauchen sich keine Sorgen zu machen.

Bei der Nutzung von Portalen wie Cover-Paradies.to verhält sich die Situation ähnlich. Hierzu gibt es bezüglich etwaiger strafrechtlicher Konsequenzen oder Abmahnungen für die Downloader weder Ankündigungen, noch wurde jemals ein Nutzer für den Download eines Covers belangt.

Es ist daher davon auszugehen, dass es auch für die Nutzer von Cover-Paradies.to sowie ähnlichen Portalen keine Strafen geben wird. Zumal ist der Streitwert bei einem Cover viel geringer als beispielsweise beim Download eines kompletten Albums oder Films. So würde der Aufwand für die Besitzer der urheberrechtlich geschützten Cover in keinem Verhältnis zu dem Gewinn stehen, den sie sich von den Nutzern erhoffen könnten.

Cover Paradies nicht mehr erreichbar

Bei Cover-Paradies.to hat es oft Probleme gegeben. In unregelmäßigen Abständen war das Portal für die Nutzer nicht mehr erreichbar. Eine entsprechende Kommunikation gab es seitens der Betreiber ebenfalls nicht, so dass oftmals nur warten und hoffen blieb, dass das Portal wieder ins Netz kommt.

Die ersten Probleme tauchen dabei bereits im Jahr 2012 auf. Später war Cover-Paradies dann unter den URLs ecover.to und als Letztes unter Coverlib.com zu finden. Im Jahr 2015 war das endgültige Ende des „größten Cover Portals im Netz“ besiegelt.

Eine genaue Stellungnahme dazu gab es dazu bis heute nicht, es ist jedoch davon auszugehen, dass sich die Betreiber aufgrund von Verletzungen des Urheberrechts dazu entschlossen haben das Portal zu schließen. Für kurze Zeit fand sich dann auch der Hinweis auf der Seite, dass die Seite aufgrund der Verstöße gegen das Urheberrecht geblockt ist und vermutlich in der Zukunft nicht mehr online gehen wird.

Nachdem die Betreiber der Portale sich nie öffentlich über mögliche neue Portale oder geplante Projekte geäußert haben, ist davon auszugehen, dass nichts mehr passieren wird. Zudem ist die Webseite von Cover-Paradies in der Zwischenzeit von einem griechischen Seefahrt Unternehmen registriert worden. Was es damit auf sich hat, ist unbekannt.

Welche Cover-Paradies Alternativen gibt es?

Nachdem Cover-Paradies, später Ecover.to und Coverlib.com, nicht mehr verfügbar waren, verbreiteten sich unter den Nutzern Sorgen, dass die Songs auf ihrem iPod nicht mehr wie gewohnt mit dem passenden Album-Cover synchronisiert werden. Dazu gibt es jedoch definitiv keinen Grund, denn im Internet finden sich zahlreiche weitere Portale, die Covers aller Art zum kostenfreien Download anbieten. Nachfolgend bieten wir dir eine kleine Übersicht über potenzielle Alternativen zu Cover-Paradies.to:

seekacover.com

Eine der besten Alternativen im Musik- und DVD-Bereich auf dem Markt ist die Seite seekacover.com. Dort finden sich selbst die aktuellsten Alben-Cover oftmals nur wenige Stunden nach Bekanntwerden bzw. Erscheinen der CD. Die Webseite ist sehr übersichtlich gestaltet und leicht bedienbar.

Auf der Startseite findet sich unter anderem ein Bereich, wo die aktuellsten CD Cover auf einen Blick angezeigt werden. Daneben gibt es die Möglichkeit sich die Cover nach dem Anfangsbuchstaben anzeigen zu lassen oder wahlweise im CD- oder DVD Bereich gezielt nach einem Cover zu suchen.

Wenn du dort ein Cover gefunden hast, welches du herunterladen möchtest, reicht ein Klick auf das jeweilige Cover und anschließend auf „save images as“ aus. Einen Nachteil aus deutscher Sicht hat die Seite - die ausschließliche Verfügbarkeit in englischer Sprache.

allcdcovers.com

Anders als bei anderen Portalen beschränkt sich allcdcovers.com nicht nur auf den bloßen Upload von tausenden Covers. Denn zu einem Großteil der Filme sowie Alben gibt es für die Nutzer ein paar weitere Informationen wie beispielsweise das Erscheinungsjahr oder das Genre. Dazu findet sich oftmals auch eine kleine Beschreibung über die jeweilige Band oder den Film. Neben klassischen CD- und DVD Covern finden sich auf dem Portal die Hülle diverser Software sowie Spiele.

Suche über Google- oder Yahoo Bildersuche

Wenn du ein bestimmtes Cover nicht finden solltest, kannst du es über die Bildersuche von Suchmaschinen wie Google oder Yahoo versuchen. Hier findet sich eine noch größere Anzahl an individuellen Covern aller Art. Besonders selbst gestaltete Cover zu Alben oder Filmen sind hier in einer Vielzahl vertreten.

Wenn du gezielt danach suchen möchtest, gibst du in die Bildersuche am besten „Custom + gewünschtes Cover“ an. Danach bekommst du eine breite Palette an unterschiedlichen selbst gestalteten Covern angezeigt. Diese kannst du dann ganz bequem mit einem Rechtsklick und „Speichern unter“ auf deinen Rechner herunterladen.

Unabhängig davon, ob du entsprechende Cover über die Bildersuche oder eines der zahlreichen alternativen Portale suchst, solltest du stets das Urheberrecht im Hinterkopf haben. Wenn es sich nämlich um ein urheberrechtlich geschütztes Cover handelt, raten wir dir strikt von einem Download ab. Alternativ gibt es viele legale, selbst gestaltete Cover, die du dir bedenkenlos holen und nutzen kannst.

Fazit

Mit Cover-Paradies.to hat sich die laut eigenen Angaben größte Coverseite aus dem Netz verabschiedet. Offensichtlich gab es zu große Probleme im Bezug auf die Verstöße gegen das Urheberrecht. Dennoch gibt es nach wie vor eine Vielzahl an alternativen Portalen, wo du dir Cover bequem und kostenfrei herunterladen kannst. Wir empfehlen dir jedoch dich ausschließlich auf freie und vom Urheberrecht befreite Cover zu beschränken, da du dich damit nicht strafbar machst.