Stromberg – der Film: Mit dem Papa auf Betriebsausflug

Die Crew der Capitol-Versicherung ist zurückgekehrt! Und diesmal auf die ganz große Leinwand. Mit „Stromberg – der Film“ hat es die Versicherungsmannschaft um Opportunist Bernd Stromberg (Christoph Maria Herbst) ins Kino geschafft und für eine der besten Komödien 2014 gesorgt. Alle, die man bereits durch die Serie liebgewinnen konnte, wie Ernie (Bjarne Mädel), Ulf (Oliver Wnuk), Tanja (Diana Staehly) und Jennifer (Milena Dreißig) sind auch diesmal wieder mit an Bord und ließen es sich nicht nehmen, mit dem Kinofilm der Serie einen gebührenden Abschluss zu setzen.

Diesmal verlassen die Capitol-Mitarbeiter ihre angetrauten Büroräume und begeben sich per Busfahrt zu einem Firmenjubiläum in ein Landhotel. Anfangs sträubt sich Stromberg noch mit Händen und Füßen, mit seiner Abteilung an dem Ausflug teilzunehmen. Als er dann jedoch erfährt, dass neue Mieter für das Büro ins Haus stehen und die Abteilung somit aufgelöst werden könnte, ringen bei ihm die Alarmglocken. Die Firmenfeier scheint ihm nun genau die passende Gelegenheit, um bei dem Vorstand mal so richtig Eindruck zu schinden, damit er sich so einen Job in der Zentrale sichern und der drohenden Kündigungswelle entgehen kann. Und Eindruck macht Stromberg auf der Veranstaltung allemal; ob mit dem selbstgedrehten satirischen Imagefilm über die Capitol, mit seiner Live-Performance zu „Lass das mal den Papa machen“, mit diversen rassistischen und sexistischen Äußerungen, wie man sie schon aus der Serie von ihm gewohnt ist und schließlich mit seiner immer wieder bezeugten Zuneigung zu Jennifer „Schirmchen“ Schirrmann.

Der Papa lässt sich nicht unterkriegen

Für Jennifer verlässt er letztlich sogar eine Privatparty des Vorstands auf die er eingeladen wurde, was zu dem Unmut der Vorgesetzten, zu einer unbedachten Handlung Strombergs und schließlich zu dessen Kündigung führt. Doch Bernd Stromberg wäre nicht Bernd Stromberg wenn er nicht auch in dieser Situation die Segel wieder herumreißen könnte. Der Film endet mit einer völlig neuen Karriereperspektive für Stromberg, die durchaus die leise Hoffnung aufkeimen lässt, dass sich hieraus vielleicht sogar eine eigene Serie oder ein weiterer Kinofilm ergeben könnte. Stromberg & Kollegen zeigen sich den ganzen Film über, der übrigens zum Teil mittels Crowdfunding finanziert wurde, in Höchstform. Man ist ob der politisch wieder einmal unkorrekten Sprüche oftmals hin- und hergerissen zwischen lachen und beschämend nach unten schauen, doch genau das ist es doch, was den Charme dieser Figur ausmacht. Und letztlich überrascht Stromberg immer wieder mit überaus empathischen Charakterzügen, so etwa, als er das Vertrauen von Tanjas und Ulfs Pflegesohn zu gewinnen scheint, oder als er Jennifer vor aller Augen auf der Bühne eine Rose überreicht.

Stromberg der Film Trailer:

Stromberg Song: