Ein Sommersandtraum

Eine märchenhafte und phantastische Beziehungskomödie, eine leichte Sommerkost.

Benno ist ein Musikgenie ohne Anerkennung seiner Künste. Er arbeitet in einer Philatelie und fühlt sich total unterfordert. Den daraus entstehenden Frust lässt er natürlich an seinen Mitmenschen aus. Besonders seine Nachbarin Sandra, eine Cafe-Besitzerin ärgert ihn jede Nacht mit musikalischer Lärmbelästigung, erntet dafür natürlich von ihm böse Beleidigungen. Als Benno feststellt, dass, jedes Mal wenn er lügt, Sand aus ihm herausrieselt, hofft er, dass Sandra ihm helfen kann, zumal er immer mehr an Gewicht verliert. Die Ärzte wissen keinen Rat, für sie ist das alles ein Rätsel.

Drehbuchautor Peter Luisi vereint das Lügenkonzept eines „Dummschwätzers“ mit den Traumwelten von „Inception“ und schafft daraus eine skurrile Komödie. Er will eine unverblümte und publikumswirksame Fabel dichten, Unterhaltungswert der seichten Art.

Der unleidige Benno verliert also Sand, er rieselt aus und hinterlässt eine unerklärliche Sandspur. Mediziner und Psychologen sind ratlos und als der Blender sich an diese Tatsache gewöhnt hat, nutzt er diese, um seinen Mitmenschen Sand in die Augen zu streuen, um sie zu übervorteilen. Weil er jedoch beständig an Gewicht verliert, müsste er das Lügen einstellen, denn nur dabei und im Schlaf, verliert er ihn. Warum er meint, Sandra könne ihm helfen, bleibt im Film leider unerklärt, er tut es widerwillig, aber die moralische Läuterung kann beginnen.

Als neurotische Nebenfigur spielt der Zauber-Comedian Michel Gammenthaler den neurotischen TV-Wahrsager Dimitri, auch er sorgt durch ausgeprägte Macken für einen ironisch-absurden Ton, der leider durch die deutsche Synchronisation etwas vom schwyzerdütschen Charme eingebüßt hat.