Downloads im Netz – der schmale Grat zwischen legal und strafbar

Das Internet ist zur Bezugsquelle Nummer eins für Filme, Musik und andere Dateien geworden. Mit nur wenigen Klicks lassen sich alle gewünschten Informationen beschaffen. Doch beim Herunterladen bleibt bei vielen oft die Frage bestehen: Ist das Downloaden nun legal, oder mache ich mich unter Umständen sogar strafbar? Immer neue Nachrichten über ganze Seiten, die geschlossen worden, weil sie illegale Inhalte zur Verfügung stellten oder Abmahnwellen von eifrigen Anwälten schüren die Unsicherheit bei vielen Internetnutzern. Natürlich ist auch das Internet kein rechtsfreier Raum und manch ein Downloadvorgang lässt sich allein schon durch gesunden Menschenverstand als legal oder illegal bewerten. Doch einige Richtlinien gibt es trotzdem, die beachtet werden können, um zu mehr Sicherheit beim Herunterladen im WWW beizutragen.

Oft herrschen Grauzonen

Generell gilt: Auch im Netz müssen Urheberrechte beachtet werden. Wer urheberrechtlich geschützte Inhalte kostenfrei herunterladen möchte, sollte hier in den allermeisten Fällen davon absehen. Besonders prekär kann es dann werden, wenn man selbst solche geschützten Inhalte ins Netz stellt und zum Download anbietet. Abmahnungen, Schadensersatzforderungen oder sogar Haftstrafen können hier die Folge sein. Geht es etwa um Filme, kann wie bereits erwähnt eine Prüfung von einfachen Tatsachen die Frage beantworten, ob es sich hier um einen legalen oder illegalen Downloadvorgang handelt: Filmemacher, die Zeit und Geld in die Produktion ihres Werks investiert haben, um dieses in die Kinos zu bringen und später auch noch den DVD-Verkauf fördern, können es sicher nicht willkommen heißen, wenn ihr geistiges Eigentum nun kostenlos auf diversen Downloadplattformen angeboten wird. Hier sollte also in jedem Fall davon abgesehen werden, den Download-Button zu betätigen. Doch während es bei Seiten, die sogenanntes Filesharing anbieten meist klar ist, dass es hier nicht um das legale Bereitstellen von Inhalten geht, gibt es auch einige Grauzonen. So etwa bei den sogenannten Convertern.

Youtube Videos umwandeln in Mp3

Youtube steckt voller Musik-Clips, die sich gerade dazu anbieten, in Mp3 Files umgewandelt zu werden. Dafür lassen sich im Netz unterschiedliche Converter finden, die kostenlos zu haben und in die lediglich der Link des gewünschten Liedes eingegeben werden muss. Dieses konvertieren wird oft als rechtliche Grauzone betrachtet. Youtube selbst gibt vor, dass Nutzer die bereitgestellten Videos nur als Streaming nutzen dürfen. Ein Downloaden wäre demnach verboten. Doch wer Musik-Clips auf Youtube anschauen möchte, muss kein registrierter Nutzer sein. Die Videos stehen jedem zur Verfügung. Auch dann, wenn man sich auf der Plattform nicht anmeldet und dementsprechend auch nicht den Nutzungsbedingungen zustimmt. Derjenige verstößt also nicht gegen die Richtlinien der Plattform, weil er ihnen gar nicht erst zugestimmt hat.